Schüleraustausch Pamiers - Crailsheim 2005

vom 13. März bis 22. März 2005

unter dem Motto "Widerstand im Dritten Reich".

Fotos: Violaine Caron-Jarlan, Martine Courneil, Axel Gschwind und Winfried Schley
Auswahl und Text: Jörg Hartnagel, Hans-Peter König und Winfried Schley
Nähere Informationen für den nächsten Pamiersaufenthalt in 2005 während der Sommerferien hier.

Aus Vergangenheit und Gegenwart lernen,

um in der Zukunft friedlich und konfliktfrei zusammenzuleben - das war das Ziel vieler nationaler und internationaler Begegnungen in der vergangenen Wochen in und um Crailsheim.

Gleich nach der Ankunft vor der Jahnhalle im März-Tiefschnee werden die Jugendlichen auf ihre Gastfamilien verteilt.

Vernissage in der Käthe-Kollwitz-Schule
links Patrick Ciutad, Präsident der APIA (Artistes Peintres Indépents Ariègois)



Neben Besichtigungen von Schwäbisch Hall und Nördlingen und von den jeweiligen Familien durchgeführten "Privattouren" und Betriebsbesichtigungen, gemeinsamen sportlichen Aktivitäten wie Tanz oder Tischtennis und der Teilnahme an einer Vernissage - das Hohenloher Tagblatt berichtete - bildete die Weiße Rose ein zentrales Thema.

Besichtigung der Altstadt von Nördlingen

Stadtführungen in Crailsheim - unter anderem mit einem Besuch der mittelalterlichen Badestube im Spital und der fast obligatorischen Besteigung des Rathausturms - schlossen sich an. Im Stadtmuseum konnten die Gäste die Schulausstellungen ansehen und der Belagerungssage lauschen.

"Auf dem Rathausturm war es ganz schön kalt!"

Jörg Hartnagel bei seinem Vortrag über die "Weiße Rose".

Es ging damals um:
· Wie kann man die Masse der Deutschen aufrütteln?
· Wie kann die Nazi-Diktatur beseitigt werden?
· Welche Aufgabe hat dabei die Kirche?
· Wie könnte der Krieg beendet werden?
· Wie müsste ein Deutschland nach den Nazis aussehen?
Das vollständige Refererat kann hier geladen werden.

Der Bogen zum Hauptthema wurde durch den Besuch des Geburtshauses von Hans Scholl in Ingersheim, Am Schollenberg 6, geschlagen.
Erstaunt waren einige Gäste beispielsweise darüber, dass dort zwar ein Zigarettenautomat angebracht ist, es aber weder eine Gedenktafel noch sonst einen Hinweis auf die Familie Scholl gibt.

Geburtshaus von Hans Scholl

Das alles mussten die französischen Gäste in einem Reise-Tagebuch festhalten.

Die Lehrerin Dominique Lafont (links) hilft beim Deutsch.

"Deutsche Sprache - schwere Sprache"!

Arbeiten unter Aufsicht der Lehrerinnen,
ganz links Dominique Lafont und stehend Eveline Ricous

Die sonstigen Aktivitäten aufzuzählen würde den Rahmen eines Artikels sprengen.
Erwähnenswert ist aber auf jeden Fall, dass die "Großdelegation" aus Pamiers sich erstmalig
auf zwei Schulen - das Albert-Schweitzer-Gymnasium und das Lise-Meitner-Gymnasium - verteilte.
Die 45 bzw. 32 Schülerinnen und Schüler fuhren mit ihren acht Begleiterinnen (Martine Baillet , Eliane Benazet, Violaine Caron-Jarlan, Martine Courneil, Laurence Doyen, Dominique Lafont, Rolande Rey und Eveline Ricous) am Dienstagnachmittag wieder nach Pamiers zurück.
Das deutsch-französische Jugendwerk, das auch diese Begegnung fördert, und alle Beteiligten können einen großen menschlichen Erfolg feiern.

Hans-Peter König

Den Auftakt bildete ein gemeinsamer Kinobesuch der neunten und zehnten Klassen der Realschule zur Flügelau und des Lise-Meitner-Gymnasiums zum Thema "Sophie Scholl".

Auch der zehntägige Besuch der Schülerinnen und Schüler aus der Partnerstadt Pamiers stand unter dem Motto "Widerstand im Dritten Reich".


"Fröhlich und farbenfroh ist unsere Welt"



Der Baustil des Barock - hier die Klosterkirche zu Neresheim- ist in Pamiers unbekannt.

Vor der Michaelskirche in Schwäbisch Hall mit der Treppe der berühmten Freilichtspiele.


"So viel Schnee im März - in der Trutenbachallee!"

das mittelalterliche Spitalbad

Puppen im Spitalmuseum laden zum Spaß!

In der Geschwister-Scholl-Schule besichtigt man das Relief von Gerhard Frank
über die Flugblatt-Aktion der "Weißen Rose".

So lieferten Schülerinnen und Schüler der Klasse 10 b des Lise-Meitner-Gymnasiums (LMG) ihren Gästen in französischer Sprache wichtige Hintergrundinformationen zur Situation des Dritten Reichs.
Vertieft wurden diese durch den fundierten Vortrag von Jörg Hartnagel, der auch die Fragen der französischen Gäste mit Sachkenntnis beantwortete.
Parallel dazu gab es auf mehreren Ebenen des LMG mehrere Ausstellungen zum Thema "Widerstand im Dritten Reich".
Dies hatte ebenfalls Jörg Hartnagel gestaltet: Künstlerische Elemente kamen dabei ebenso wenig zu kurz wie es auch Originaldokumente anzusehen gab.

Sport als Ausgleich

"Ob die Sportlehrerin Konstanze Wagner unseren Musikgeschmack trifft?"

Zum Glück kam das Feiern nicht zu kurz!
Kai Nowak und Erwin Schwichtenberg sorgten beim Abschlussfest für Stimmung.

"YMCA ... !!"

Wer sich für Informationen zum nächsten Pamiersaufenthalt während der Sommerferien 2005 interessiert, der klicke hier.